Was sind Binäre Optionen?

Binäre Optionen sind junge derivate Finanzinstrumente. Sie wurden in den 1990er Jahren für institutionelle Anleger entwickelt und ab 2008 für Privatanleger freigegeben. Ihren Namen tragen sie, weil prinzipiell nur zwei Möglichkeiten (= binär) gegeben sind: Die Option gewinnt nach Ablauf einen vorab festgelegten Betrag oder verliert komplett. Von diesem Grundprinzip gibt es natürlich Variationen, doch die binäre Funktionsweise ist immer gegeben. Interessant sind Binäre Optionen für Privatanleger, weil sie sich sehr einfach (auch mobil) und mit geringsten Kapitaleinsätzen handeln lassen.

Funktionsweise von Binären Optionen

Binäre Optionen lassen sich auf steigende oder fallende Kurse des Basiswertes setzen, des Weiteren auf das Berühren einer Preisschwelle, auf das Enden des Kurses in einer Range oder auf den Performancevergleich zweier Assets. Im Einzelnen gibt es folgende Optionsmöglichkeiten:

  • Call- und Put-Optionen: Der Trader gewinnt, wenn der Kurs des Basiswertes am Ende der Laufzeit gestiegen (Call) oder gefallen (Put) ist.

  • Touch-Optionen: Der Kurs muss eine bestimmte Preisschwelle berühren, die der Broker festlegt.

  • Range-Optionen: Der Kurs muss in einer bestimmten Preisspanne enden.

  • Pair-Optionen: Der Trader entscheidet vorab, welches von zwei ähnlichen Assets (zum Beispiel zwei Automobilwerte) sich in der Optionslaufzeit besser entwickelt.

Die Optionslaufzeiten betragen bei sogenannten Turbo-Optionen (sehr kurz laufende Call- und Put-Optionen) ab 15 Sekunden bis etwa zwei Minuten, ansonsten können sie im Minuten-, Stunden- und Tagebereich liegen. Einige Broker wie IQ Option (Zum Broker) oder Option888 (Jetzt Testbericht lesen) bieten auch Binäre Optionen über Wochen und Monate bis hin zu einem Jahr an. Eine Reihe von Zusatzfeatures machen den Handel interessanter. Dazu zählen

  • das vorzeitige Schließen einer Option (oft als “Early Closure” bezeichnet) unter einem gewissen Gewinnverzicht, wenn die Option schon im Gewinn liegt,

  • das Verlängern der Laufzeit (“Rollover”), damit die Option vielleicht noch später ihr Gewinnziel erreicht,

  • das Verdoppeln des Einsatzes (“Double Up”) auf eine im Gewinn liegende Option sowie

  • das prozyklische Aufstocken durch automatische Tools (“Ladder”).

Viele Broker bieten noch weitere Sonderarten und Features an. Unter anderem gibt es zu den Touch- und Range-Optionen auch die gegenteiligen No-Touch- und Out-of-Range-Varianten. Auch lässt sich bei manchen Brokern mit einem sogenannten Option Builder die Option selbst konstruieren. Welche Tools genau anzuwenden sind, hängt von der vom Broker verwendeten Handelssoftware ab. Neben Eigenentwicklungen einzelner Broker haben sich die drei Standardlösungen SpotOption, TechFinancials und Tradologic am Markt etabliert, die alle als sehr nutzerfreundlich gelten.

Binäre Optionen: Welche Renditen sind möglich?

Auf die Standard-Optionen Call, Put und Range bieten die Broker Renditen zwischen rund 65 bis 90 Prozent an, in Einzelfällen auch mehr. Interessant wird es bei den Touch-Optionen: Diese gelten als schwierige Spekulation, doch die Broker schütten im Gewinnfall sogenannte High Yield Renditen aus, die mehrere Hundert Prozent (im Extremfall über tausend Prozent) betragen können. Im Verlustfall erstatten manche Broker 10 – 15 % des Einsatzes zurück, andere nicht. Die Einsätze können sehr klein ausfallen. Bei den meisten Brokern genügen 25 Euro für das Buchen einer Option, manchmal sind es auch nur fünf oder gar nur ein Euro. Das bedeutet: Einem vergleichsweise sehr kleinen Verlustrisiko stehen hohe prozentuale Gewinnchancen gegenüber.

Basiswerte von Binären Optionen

sind Aktien und davon abgeleitete Indizes, Rohstoffe, Währungspaare und in Einzelfällen auch Anleihen. Beim Vergleich der Binärbroker fällt auf, dass diese einen unterschiedlich großen Basiswertekatalog führen. Bei einigen Brokern lassen sich etwa 30 bis 40 Assets handeln, manchmal sind es rund 100 bis 150 Werte, in einigen Fällen deutlich über 200 oder gar mehrere Tausend Basiswerte. Letztere sind bei Brokern anzutreffen, die neben Binären Optionen auch CFDs im Programm führen und daher traditionell mit einem riesigen Handelsportfolio aufwarten. Das wirkt dann zwar sehr beeindruckend, doch in der Praxis genügen den meisten Tradern wenige Dutzend Assets.

Binäre Optionen: Überblick über die Handelsstrategien

Es haben sich für Binäre Optionen verschiedene Handelsstrategien etabliert. Diese ähneln zumindest dem Namen nach den klassischen Strategien mit Derivaten, doch es gilt, gewisse Unterschiede zu beachten. Diese ergeben sich aus dem gänzlich anderen Risikomanagement bei Binären Optionen. Einen Stop Loss gibt es nicht, vielmehr entscheidet der Trader mit der Höhe seines Einsatzes über sein Risiko. Hier ein knapper Überblick:

  • Trendfolgestrategie: Der Trader geht von der Fortsetzung eines Trends aus und bucht in dessen Richtung eine Call- oder Put-Option. Mit dem Feature “Ladder” kann er diese noch aufstocken.

  • Volatilitätsstrategie: Wenn die Kurse stark schwanken, kann der Anleger hierauf mit Turbo-Optionen in beide Richtungen reagieren.

  • Absicherungsstrategie: Binäre Optionen dienen in so einem Fall dem Hedging (der Absicherung) von anderen Positionen zum Beispiel im Forexbereich oder mit klassischen Derivaten auf Aktien, Indizes und Rohstoffe. Auch lassen sich Binäre Optionen gegeneinander hedgen.

Forex oder Binäre Optionen?

Viele Trader überlegen, ob sie an der Forex oder bei Binären Optionen die besseren Möglichkeiten vorfinden und welche Art des Handels zu ihnen passen könnte. In der Tat haben beide Varianten ihre Vor- und Nachteile. Beide Optionen gelten zudem als jung, frisch und innovativ, gerade der Onlinehandel seit den 2000er Jahren hat diese Möglichkeiten noch beträchtlich erweitert. Binäre Optionen gibt es gar erst seit 2008 für Privatanleger. Letzten Endes wird sich wahrscheinlich herausstellen, dass eine Händlergruppe im Forex-Handel sehr gut aufgehoben ist, die andere wiederum mit Binären Optionen bestens zurechtkommt. Das hängt auch von den eigenen Gewohnheiten und Ressourcen ab. Wer absolut gern vom Smartphone aus handeln möchte, sollte sich für Binäre Optionen entscheiden.

Vorteile beim Forex-Handel

Forexwerte werden heute mit Derivaten (CFDs, Knock-outs, klassischen Optionsscheinen) gehandelt. Nicht zu verwechseln: Es gibt auch Binäre Optionen auf Forex-Werte, doch diese funktionieren anders als die anderen Derivate. Durch Letztere bewegt der Trader mit einem hohen Hebel großes Kapital bei kleinem Einsatz.

  • Das Risikomanagement erfolgt vorrangig per Stop Loss. Diese Möglichkeit gibt es bei Binären Optionen nicht. Der Trader kann im Forexbereich sehr differenziert agieren.

  • Das Volumen (rund fünf Billionen US-Dollar täglich), damit die Handelsmöglichkeiten und die Volatilität sind gigantisch. Die Forex ist mit Abstand der größte globale Handelsmarkt.

  • Devisen werden rund um die Uhr gehandelt.

Mögliche Nachteile an der Forex

  • Es kann bei Forex-CFDs eine Nachschusspflicht geben.

  • Der reine Forex-Markt hat seine Grenze bei rund 60 bis 70 Devisenpaaren, viele Forexbroker bieten nur rund 50 Paare an. Das ist keine überwältigend hohe Auswahl.

  • Beim Forex-Handel gibt es Gebühren mindestens als Spread, bei bestimmten Derivaten (klassische Optionsscheine, Knock-outs) und richtigen Forex-Lots auch Ordergebühren. Der Binärhandel ist grundsätzlich gebührenfrei.

  • Forex-Handel verlangt ein gewisses fundamentales Wissen, beispielsweise zu den Entscheidungen von Zentralbanken und zu den Entwicklungen von Volkswirtschaften und Währungsräumen.

Vorteile der Binären Optionen

  • Es gibt wesentlich mehr Basiswerte: Währungen, aber auch Rohstoffe, Aktien, Indizes und manchmal sogar Anleihen.

  • Der Handel läuft grundsätzlich gebührenfrei ab.

  • Der Verlust beschränkt sich auf den Einsatz, eine Nachschusspflicht gibt es grundsätzlich nicht. Manche Broker bieten sogar eine kleine Verlustrückerstattung an.

  • Der Einstieg in Binäre Optionen ist relativ unkompliziert.

  • Binäre Optionen sind das einzige Handelsinstrument, das sich wirklich komfortabel mobil handeln lässt.

  • Der Einsatz kann sehr klein ausfallen, der Durchschnitt liegt bei rund 20 Euro pro Option. Einen Forexwert kann man nur theoretisch mit so wenig Geld handeln.

  • Der Gewinn ist im Vorfeld bekannt und kann sehr hoch ausfallen.

Nachteile Binärer Optionen

  • Der Verlust lässt sich nicht per Stop Loss minimieren.

  • Die möglichen Gewinne haben eine Grenze. Im Forexbereich können sie theoretisch unendlich hoch ausfallen.

  • Für einen erfolgreichen Binärhandel braucht der Anleger eine vergleichsweise gute Trefferquote.

Was sagt der Vergleich der Vor- und Nachteile aus?

Zunächst einmal wirkt es so, als böten die Binären Optionen wesentlich mehr Vor- als Nachteile. Es ist in der Tat so, dass es Anlegergruppen gibt, die höchstwahrscheinlich mit dieser Handelsform viel besser zurechtkommen. Das betrifft zum Beispiel diejenigen Personen, die am liebsten in einer Minute etwas auf dem Smartphone einbuchen und es dann vergessen möchten. Das hängt nicht einmal vom Lebensalter ab: Auch etwas ältere Trader, die schon lange im klassischen Derivatebereich zu Hause sind, stellen fest, dass ihr ganzes Stop Loss Management allzu oft suboptimal ausfällt. Sie sagen sich: Dann buchen wir halt die Binäre Option ein und kümmern uns nicht mehr darum. Auch der Gebührenaspekt spielt eine große Rolle, Trader ärgern sich maßlos über die Gebühren. Bei Binären Optionen entfallen sie. Doch ganz so einfach, wie die Betrachtung erscheint, liegt der Fall nicht. Auch der Forexhandel mit Derivaten hat große Vorteile. Er ermöglicht Differenzierungen, die mit Binären Optionen nicht machbar sind. Hedging etwa geht zwar theoretisch auch mit Binäroptionen, ist aber dann sehr kompliziert, während im Forexbereich einfach Trailing- und Kaufstopps verwendet werden.

Für wen eignet sich der Forexhandel besser?

Trader, die schnelle Bewegungen aktiv handeln wollen, können mit dem Forexhandel sehr glücklich werden. Es gibt diese Möglichkeit des schnellen Handels zwar auch mit den Binären Turbo-Optionen über rund 30 bis 120 Sekunden. Doch nach dem Buchen der Option endet hier jede Eingriffsmöglichkeit, während der Forex-Trader in jeder Sekunde seinen Stop Loss bewegen kann. Das geschieht in der Praxis auch wirklich. Echtes Scalping von wenigen Punkten mit jeweils viel Kapital lässt sich am ehesten im Forex-Markt durchführen. Auch Trader, die das Verhältnis einzelner Währungen zueinander spannend finden, weil sie an fundamentalen volkswirtschaftlichen Entwicklungen interessiert sind, dürften ihre Freude an der Forex haben.

Für wen eignen sich Binäre Optionen besser?

Grundsätzlich sind Binäre Optionen für den mobilen Handel bestens geeignet. Dieser wird zwar auch von Forexbrokern angeboten, doch das Bewegen von Stop Loss Orders mit dem Smartphone ist eine Qual und kann zu Verlusten führen. Die Binäre Option muss grundsätzlich nur eingebucht werden. Es gibt zwar Zusatzfeatures wie Early Closure, Rollover oder Double Up, doch deren Verwendung darf als ziemlich fakultativ betrachtet werden. Daher eignen sich Binäre Optionen auch für alle Personen, die den Markt keinesfalls fortlaufend beobachten möchten.

Binäre Optionen versus Forex: unser Fazit

Die persönliche Art des Handelns und die Zeit- und Kapitalressourcen eines Traders bestimmen grundlegend, welche Handelsvariante für ihn am besten geeignet ist. Es gibt heute einige wenige Broker, die Forex-CFDs und auch sonstige CFDs parallel zu Binären Optionen anbieten. Wer sich nicht entscheiden kann, sollte sich so einen Broker suchen. Einsteiger werden sicherlich mit Binären Optionen schnellere Erfolge erzielen, denn es ist weniger Kapital und Zeit erforderlich, außerdem sind diese Optionen einfach leichter zu verstehen. Doch der Forexhandel dürfte bestehen bleiben, weil der Devisenmarkt nicht verschwindet und weil er Möglichkeiten bietet, die es so mit Binären Optionen nicht gibt.

Mehr über Forexbroker erfahren Sie hier.

Vorteile eines Binäre Optionen Broker Vergleichs

Der Handel mit Binäroptionen ist einfach, er verspricht zudem sehr hohe Renditen. Für den langfristigen Tradingerfolg ist jedoch die Wahl des zuverlässigen Brokers entscheidend. Dieser lässt sich über einen Binäre Optionen Broker Vergleich finden. Dieser Vergleich verhindert zudem, dass die Anleger bei der Brokerwahl einem Betrug zum Opfer fallen.

Kriterien für den Brokervergleich bei Binären Optionen

Bestimmte Kriterien sind zu beachten, um den richtigen Broker zu finden. Wer danach die Angebote filtert, legt den Grundstein dafür, mit dem Handel auch wirklich Erfolg zu haben. Wichtige Kriterien sind:

  • Lizenz: Ist der Broker ausreichend reguliert?

  • Konditionen: Mindesteinlage und Mindesthandelssumme, Ein- und Auszahlungsgebühren

  • Angebot: Welche bzw. wie viele Werte sind handelbar?

  • Höhe der möglichen Rendite

  • Handelsplattform

  • Bonusangebot

Lizenz und Regulierung

Binärbroker können über eine Lizenz ihrer nationalen Aufsichtsbehörde verfügen und werden dann ausreichend reguliert. In Europa gelten für EU-Staaten die MiFID-Richtlinien der Europäischen Union für die Finanzmärkte. Wenn ein Broker über eine Lizenz mindestens eines der EU-Mitgliedsländer verfügt, können sich die Trader auf die Sicherheit beim Handel und auch auf die Sicherheit ihrer Einlagen verlassen. Führende Broker verfügen inzwischen sogar über Lizenzen von mehreren Staaten. Doch diese Lizenz ist nicht vorgeschrieben, Trader müssen selbst nachschauen, ob sie beim gewählten Broker vorliegt. Von unlizenzierten und damit unregulierten Brokern ist eher abzuraten.

Das Handelsangebot für Binäre Optionen

Privatinvestoren handeln über ihren Binäre Optionen Broker von daheim oder sogar mobil vom Smartphone aus. Entscheidend ist dafür die Technik des Brokers, beispielsweise das Angebot an Apps für den mobilen Handel, der Basiswertekatalog und die angebotenen Handelsarten. Broker bieten unterschiedlich viele Basiswerte an, meist aus den Anlageklassen Indizes, Aktien, Rohstoffe und Forex. Bei manchen Brokern sind es nur rund 40 Assets, bei anderen deutlich über 200, in seltenen Fällen noch viel mehr. Wenn der Trader Wert auf Vielfalt legt, sollte er sich einen Anbieter mit sehr vielen Werten suchen. Auch die Handelsarten fallen unterschiedlich von Broker zu Broker aus. Bei einigen Brokern gibt es nur Call- und Put-Optionen auf steigende oder fallende Kurse, doch viele Broker bieten zusätzlich Touch-Optionen, Range-Optionen und auch den Handel mit Paaren an. Außerdem können Zusatzfeatures wie Early Closure, Rollover, Double Up und Ladder zum besseren Risikomanagement beitragen. Weitere Leistungen eines Brokers können Marktberichte, Analysen, Webinare und Seminare sowie die sehr persönliche Beratung sein. Diese Angebote helfen unter anderem Neulingen, sich in die Theorie einzuarbeiten, um die vielen Bedingungen und die Funktionsweise der Märkte zu verstehen. Hinzu kommen Informationen zu Anlagestrategien. Wenn ein Einsteiger die entsprechenden Fähigkeiten erworben hat, muss er nicht sofort echtes Geld setzen. Es kann sehr hilfreich sein, mit einem kostenlosen Demokonto zunächst die eigenen Strategien zu überprüfen. Daher sind Broker zu bevorzugen, die so ein Demokonto zur Verfügung stellen.

Schwierigkeiten mit dem Brokervergleich

Binäre Optionen sind ein junger, aber sehr heiß umkämpfter Markt. Immer neue Broker werben um die Kundschaft, sie platzieren daher vom Start weg interessante Konditionen und Boni, die schwer zu überblicken sind. Es gibt deutlich über 100 Binäre Optionen Broker, die für mitteleuropäische Kunden bzw. Kunden aus dem D.A.C.H.-Gebiet interessant sind. Ohne einen Brokervergleich ist es ungeheuer schwer, die Vor- und Nachteile einzelner Broker gegeneinander abzuwägen. Erfreulich am Wettbewerb ist die Tatsache, dass er für faire Konditionen sorgt. Dennoch ist es nicht einfach, die Angebote verschiedener Broker einander gegenüberzustellen. Für einen Brokervergleich ist jeder Anbieter hinsichtlich mehrerer Kriterien zu untersuchen. Auch Testberichte und Kundenmeinungen zu einzelnen Brokern sind zu untersuchen.

Leistungsvergleich von Binärbrokern: Konditionen und Angebote

Die Konditionen einzelner Broker beziehen sich vielfach auf die Mindesteinlage und auf Kosten für Ein- oder Auszahlungen. Solche Angebote ändern die Broker bisweilen auch, weil der ständige Wettbewerb sie dazu zwingt. Der Handel selbst kostet nichts, weder Gebühren noch Spread oder dergleichen. Damit nehmen Binärbroker eine Ausnahmeposition ein. Trader sollten sich daher bezüglich der Konditionen zunächst an der Mindesteinlage orientieren. Diese kann bei 100 Euro liegen, auch 200 oder 250 Euro sind sehr oft zu beobachten. Wenn Broker eine Mindesteinlage von 1.000 Euro oder noch viel mehr verlangen, muss das als schlechte Kondition gelten. Für den Handel wiederum und die erzielbare Rendite ist der Mindesteinsatz für eine Option entscheidend. Es sind hier große Unterschiede zwischen einem einzigen Euro und 50 Euro zu beobachten, doch bei vielen Brokern beträgt der Mindesteinsatz inzwischen rund fünf bis 25 Euro. Dabei unterscheiden sich die Mindesteinsätze oft zwischen den Optionsarten. Call- und Put-Optionen – auch in ihrer schnellen Variante als Turbo-Option – können oft mit weniger Geld eingebucht werden als die riskanten Touch-Optionen. Diese Regel gilt aber nicht bei jedem Broker, Trader müssen dementsprechend genau hinschauen. Zu empfehlen sind anfangs Mini-Einsätze von vielleicht durchschnittlich 20 Euro pro Option. Der Broker muss das ermöglichen, auch deshalb ist ein Binäre Optionen Broker Vergleich so wichtig. Dazu gehört dann auch die Kapitalisierungsanforderung an das Konto. Trader empfinden es als angenehm, wenn der Broker hierbei keine zu hohen Forderungen stellt, dem stimmen wir zu. Es ist allerdings zu bedenken, dass zu geringe Einzahlungen schnell dazu führen können, dass das anfängliche Investitionskapital komplett verbraucht wird, weil mit ersten Misserfolgen durchaus zu rechnen ist. Das könnte den Trader enttäuscht zurücklassen, er gibt vielleicht auf.

Auf welche Trading-Möglichkeiten sollten Anleger setzen?

Es gibt im Binärhandel viele interessante und innovative Handelsmöglichkeiten. Wenn Trader vor allem nach den Renditen schauen, setzen sie vielleicht bevorzugt auf Broker, welche die One Touch Optionen mit den versprochenen High Yield Renditen im Programm haben. Diese Renditen können mehrere Hundert Prozent erreichen, wenn der Kurs des Basiswertes eine vom Broker vorgegebene Preisschwelle berührt. Das wirkt verlockend, ist aber eine schwierige Spekulation. Daher sollten Anfänger die klassischen Call- und Put-Optionen mit ihren Renditen von rund 70 bis 90 Prozent nicht verschmähen. Ob ein Kurs steigt oder fällt ist wesentlich leichter zu prognostizieren als die Möglichkeit, ob er eine ganz bestimmte Preisschwelle berührt. Für den Vergleich von Binärbrokern bedeutet das wiederum, dass sich Trader für Broker mit hohen Renditen im Bereich der klassischen Call- und Put-Optionen interessieren können. Ähnliche Renditen werden übrigens auf Range- und Pair-Optionen ausgeschüttet. Ein interessanter Sonderfall sind die Turbo-Optionen, die zwischen etwa 15 Sekunden bis rund fünf Minuten laufen können. Sie ermöglichen den sehr schnellen Gewinn, aber auch schnelle Verluste, wenn sie nicht funktionieren. Ihre Renditen ähneln denen der klassischen Call- und Put-Optionen, manchmal liegen sie leicht darunter.

Sind die maximalen Renditen das wichtigste Kriterium im Vergleich?

Die Renditen sagen viel, aber nicht alles über einen Binärbroker aus. Zunächst einmal gibt es Broker, die im Verlustfall eine gewisse Erstattung vornehmen, die bis zu 15 % betragen kann. Diese muss der möglichen Rendite gegenübergestellt werden. Es ergeben sich hierbei sehr interessante Rechenmodelle, die auch von der Erfolgsquote des Traders abhängen. Nehmen wir an, diese läge bei 70 %. Bei einem Broker kann der Trader 80 % Rendite und eine Verlustrückerstattung von 10 % erhalten, beim anderen Broker sind es 90 % Rendite ohne Verlustrückerstattung. Das bedeutet:

  • Nach zehn Trades mit einem jeweiligen Einsatz von 30 Euro beträgt die Rendite beim ersten Broker 87 Euro.

  • Die Rendite beim zweiten Broker beträgt in diesem Szenario 99 Euro.

Doch bei einer Erfolgsquote von nur noch 60 % beträgt

  • der Gewinn beim ersten Broker 36 Euro,

  • der Gewinn beim zweiten Broker 42 Euro.

Da solche Szenarien vorab schwer zu prognostizieren sind und außerdem im Tradinggeschehen wechseln, sollten Trader auf einige Prozentpunkte mehr an Rendite oder Verlustrückerstattung nicht den allerhöchsten Wert legen. Nur beim Vergleich zweier Broker mit identischen Renditen, von denen einer die Verlustrückerstattung anbietet, der andere aber nicht, ist natürlich der erste Kandidat zu bevorzugen.

Wie wichtig ist die Anzahl der Assets?

Es ist sehr beeindruckend, wenn Binäre Optionen Broker 250 Assets im Programm führen, während ein Assetindex von nur 35 Werten kümmerlich wirkt. Doch Trader werden in der Praxis schnell feststellen, dass sie praktisch niemals 250 Assets handeln oder sie sich auch nur im Verlaufe einer Woche anschauen. Das wird einfach zu viel. Es gibt Trader, die über Jahre mit einem bis fünf Assets ihr Geld verdienen. Auch reine Strategien auf einen einzigen Wert wie den deutschen Leitindex DAX können erfolgreich sein. Im Forexbereich handeln manche Händler über Jahre den Cable (GBP/USD), weil er sich so schön volatil verhält (was auch nur begrenzt stimmt). Daher ist ein riesiger Assetindex nicht das A und O, auch wenn er interessant wirkt.

Binärbroker Vergleich: Fazit

Bei Binäre Optionen Brokern kommt es auf die Seriosität = Regulierung, niedrige Mindesteinzahlungen und Mindesthandelssummen, interessante Optionsmöglichkeiten und einen guten Support inklusive deutschsprachiger Plattform an. Doch bestimmte Details müssen Trader auch für sich entscheiden. Vielleicht möchte der eine oder andere Anleger doch 150 Assets handeln. Ein Überblick über die wichtigsten Merkmale von Brokern liefert der Binäre Optionen Broker Vergleich.